Eastside Carp Warriors

Meine erste Havel-Session 05.08 - 09.08.2012


Übersicht


Dieses Jahr sollte es unbedingt einmal bei mir stattfinden, das Fischen auf der Havel. Seit zwei drei Jahren schon wurde ich viele Male von Jens und auch vom Nico eingeladen doch mal mit ihnen zusammen eine Session an der Havel zu machen. Leider hat es bei mir meist nicht gepasst schon aus terminlichen Gründen. Aber dieses Jahr muß es einfach mal klappen. Also fanden im Mai und auch Juni viele Telefonate mit den beiden statt. Freudig berichtete ich ihnen am Telefon, dass ich für Anfang August frei bekommen kann. Beide freuten sich genauso wie auch ich auf die bevorstehende gemeinsame Session. Und schon begann bei mir wieder das Kopf-Kino, habe ich doch noch immer die Bilder der großen Graser in mir, welche mir einfach keine Ruhe ließen.Schon bei den von ihnen immer wieder erwähnten Gewichten von 40 und 50 und über fünfzig Pfund bekam ich einfach mal weiche Knie. Hier mal zwei Bilder vom Nico, damit Ihr Euch auch mal ein Bild davon machen könnt.





Ich selbst kann mich an diesen Bilder einfach nicht satt sehen. Und genau so einen wollte ich auch unbedingt erwischen. Die Vorbereitung war nun im vollen Gange und ich zählte bereits Mitte Juli schon die Tage bis zur Session. In einem erneuten Telefonat mit dem Nico, bat mich dieser doch einfach mal fix vorbei zu kommen um zusammen die geeigneten Stellen in der Havel in Augenschein zu nehmen. Gesagt, gemacht, getan schon war ich auf dem Weg zum Nico. Es ist Sonntag der 22.07.2012 als ich gegen Mittag an der Havel ankam. Jens und auch Nico erwarteten mich bereits. Nach einen kurzen Small Talk und einem Begrüßungs Bierchen ging es auch schon los. Ab ins Boot und der Benzin-Motor wurde angeworfen. Nun fuhren wir gemeinsam die interessanten Stellen noch einmal ab und beide zeigten mir Ihre gefütterten Stellen. Nachdem wir uns auf drei Stellen geeinigt hatten wurde gleich noch ein wenig Futter eingebracht. Als ich die Futtermenge sah und auch die Bemerkung ein wenig in den Ohren hatte, wusste ich sofort dass es hier Futtertechnisch komplett in anderen Dimensionen gerechnet wird. Nun gut einfach nur schauen und abwarten dachte ich mir. An einer Sandbank angekommen rief Jens auch schon Stopp mal Bitte das Boot. Und schon flog ein Wobbler ins Wasser. Nach 10-12 Würfen fragte ich den Jens ob auch ich mal wieder nach ca. 10 Jahren Raubfisch Abstinenz mal ein paar Würfe machen könnte. Schon bei meinem zweiten Wurf gelang es mir einen halbstarken Rapfen zu landen, somit war auch für mich mal wieder ein kleiner Raubfisch happen dabei gewesen. Abgehakt und zurück in sein Element.



Weiter ging die Fahrt, erst spät abends erreichten wir wieder das Wassergrundstück vom Nico. Hier auf der Havel sind es für mich nur riesige Entfernungen von Futterstelle zu Futterstelle, ein absolut ungewohntes Bild. Schon allein bei den Angelstellen war ich fasziniert, erreichte man diese doch nur vom Wasser aus, keine Möglichkeit die Stellen vom Land aus mit dem Auto zu erreichen, einfach perfekt. Mit einem guten Gefühl stieg ich in mein Auto und fuhr gemütlich nach Hause. Die Zeit der Session rückte immer näher, sollte es doch vom 27. Juli an für eine Woche sein, aufgereckt wie ein kleines Kind war ich. Kurz vor dem Termin hatte ich von meinem Arbeitgeber erfahren, dass ein nicht eingetragener Urlaub wie der jetzt von mir geplante leider nicht genehmigt werden kann. Ich könne ihn aber eine Woche später nehmen, Frust machte sich bei mir breit und ich traute mich nicht wirklich es dem Nico und dem Jens zu sagen. Zwei Tage später rief ich beim Nico an und berichtete ihm von meinem Problem. Er sah die Sache mehr als nur locker und sagte nur kein Ding, dann fische ich erst eine Woche mit Jens und dann eine Woche mit Dir. Mir fiel ein Stein vom Herzen als er das so locker flockig rausbrachte. Nun gut neues Spiel neues Glück, was soll es ist leider nicht zu ändern. In der ersten Woche fingen Jens und Nico nicht einen einzigen Graser, meine Euphorie erlösch und ich war nicht mehr ganz so guter Dinge wie noch vor ein paar Wochen. Heute ist Sonntag der 05.08.2012 und ich erreiche mit meinem Auto das Grundstück vom Nico. Nach einer kurzen Begrüßung wurden auch schon meine Klamotten aus dem Auto ins Boot verfrachtet. Frei nach der Devise Kurze schnelle Schritte.







Mir war das natürlich recht und so war ich auch mal als nur zufrieden endlich hier zu sein. Eine Woche Erholung vom Alltag, was will man mehr. Wir entschieden uns in der ersten Nacht für eine sehr nahe Futterstelle. Am nächsten Morgen wachten wir recht früh auf und entschlossen uns gemeinsam auf Mittag schon eine andere Futterstelle in Angriff zu nehmen. Also Fix einen heißen Kaffee und schon waren die Klamotten wieder im Boot und wir auf dem Weg zum nächsten Spot. Dort angekommen ging alles wieder wie gewohnt recht schnell und so konnten zum frühen Abend auch noch in Ruhe die Ruten ausgebracht werden. Es sollte ein Seerosenfeld in einer Flachwasser Zone in ca. 300 Metern Entfernung sein. Nachdem alle Ruten rausgebracht waren wurde wieder nur ein wenig gefüttert. Natürlich nur ein wenig, Grins. Es sollte gerade Abendbrot bei uns geben als mein linker Fox Hänger immer wieder leicht auf und ab wippte. Schnell die Wattstiefel angezogen und schon stand ich mit meiner Rute in der Hand am Ufer und drillte den ersten Fisch. Zum Vorschein kam wie fast immer bei meinen letzten Trips als erstes eine Brachse.



Na das fängt ja gut an dachte ich mir. Schnell wurde die Rute neu beködert und auch rausgebracht. Und schon meldete sich auch Nico sein Bißanzeiger. Dieser Fisch stieg leider auf halber Strecke aus. Keine halbe Stunde später dasselbe Spiel beim Nico, diesmal jedoch konnte er den Fisch bis ans Ufer drillen. Als ich mit dem Kescher neben ihm stand stieg leider ein Spiegler um die 15 Pfund vor dem Kescher aus. Ich ärgerte mich ein wenig, wobei Nico nur zu mir sagte is nich schlimm, war doch nur ein kleiner. Nun gut so soll es sein. Im Gegensatz zum Nico welcher fischige Boilies verwendete ich fruchtige, mein Plan hieß Nasse Anna von British Carp. Den Brachsen gefiel es auf alle Fälle schon mal. Nun gut mal sehen wie es weiter geht. Jens schaute auch noch kurz vorbei und es wurde ein gemütlicher Abend. Am nächsten Morgen wachte ich wieder recht früh absolut ausgeschlafen auf. Konnte ich doch einen herrlichen Sonnenaufgang betrachten.



Leider jedoch keinen weiteren Fisch verbuchen. Jeden Mittag fuhr Nico mit dem Boot heim und brachte frische Lebensmittel zum Kochen raus. Es war mir etwas peinlich, da ich mich bei den Temperaturen mehr auf Dosenfutter eingestellt hatte. Nico lachte nur und so gab es dann erst mal frische Champignons mit Kräuterquark und gehaktem. Lecker kann ich euch nur sagen, einfach nur lecker.





Nun wurden die Stellen wieder gefüttert und zum frühen Abend die Ruten neu beködert und rausgebracht.





Am nächsten Morgen gegen 04.30 Uhr wippte erneut mein linker Fox Hänger und so lief ich zu den Ruten und schlug an. Kurz darauf war die Rute krumm und die Bremse lief unaufhörlich.



Ich wollte gerade Nico rufen, als dieser nur hinter sagte, das ist Dein erster Havel Graser, lass uns ins Boot steigen. Gesagt getan, es folgte ein mir ewig vorkommender fantastischer Drill. Hatte ich doch zu dieser Session neue Nash Ruten in 3,5 lb dabei. Der Drill mit diesen Ruten ist ein absoluter Traum. Und nun war es soweit, der erste Graser lag im Kescher und wir fuhren zurück zur Angelstelle. Ich war in diesem Moment einfach stolz wie Bolle.







Am Ufer angekommen lief eine doch so gewohnte Prozedur statt und so war es für mich einfach alles viel zu schnell gegangen, schwamm der Graser auch schon wieder. Ich mußte mich erst mal setzen und alles noch einmal Revue passieren lassen. Zwar war es keiner der ganz großen, aber auch keiner der ganz kleinen. Ein gesundes Mittelmaß halt. Die nächsten Stunden vergingen wie im Flug und so lagen unsere Ruten schon wieder mit neuen Bait’s im Wasser und gefüttert ist auch schon. Auch an diesen Abend kam Jens wieder auf nen Small Talk vorbei und so konnte ich ihm noch von meinem morgendlichen Drill berichte. Leider erhielt ich an diesem Abend ein Telefonat, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich am Freitag schon wieder auf Arbeit erscheinen müsse. Somit blieb uns nur noch diese Nacht. Jens verabschiedete sich spät abends nach einem starken Regenschauer mit den Worten holt noch was raus Jungs.



Und genau da sahen Nico und auch ich etwas, was wir nicht wirklich sehen wollten. In den Bäumen neben unseren Zelten befanden sich verpuppte Nester von Eichenprozessionsspinnern.



Hatten wir uns doch mehr als nur umgeschaut beim Aufbau. Up’s, nun gut morgen packen wir eh ein also was soll’s. Schließlich sind es nur die verpuppten Nester, Gott sei Dank. Wir legten uns recht spät am Abend hin und schliefen ruhig ein.



Da war es wieder, das Geräusch welches wie Musik für meine Ohren ist. Beim Nico lief ein Fisch heftig ab. Ein geiler Run um 05.00 Uhr morgens. Schon saßen wir beider wieder im Boot, diesmal er mit der Rute und ich mit dem Kescher, fein fein dachte ich nur. Auch hier merkten wir recht schnell, dass wieder ein Graser gebissen hatte. Auch dieser Drill war absolut Klasse und so konnte ich wenigsten diesen Fisch für Nico sicher landen. Schnell zurück ans Ufer und Fix das doch so gewohnte Spiel, Messen, wiegen und Fotografieren.







Als die Bilder im Kasten waren wurde auch der Fisch recht schnell wieder in die Freiheit entlassen. Nun hieß es leider auch schon einpacken und mit dem Boot zurück fahren. Auf dem Rückweg im Boot lud mich Nico auch schon zur nächsten Session im Herbst ein, natürlich wäre ich gern dabei, ob es klappen wird? Ich werde es ja bald wissen und Euch davon berichten. Am Auto angekommen verlief das Einräumen sehr schnell. Ich verabschiedete mich noch mit den Worten, hoffentlich bis demnächst. Eine Woche später Telefonierte ich natürlich noch mit Nico, da ich wissen wollte ob die Tage nach meiner Abfahrt für Ihn (er angelte noch bis zum Montag an dieser Stelle) Fisch gebracht hatten. Leider konnte er keinen weiteren Karpfen zum Landgang überreden. Den Rest der Woche fischte Nico auf Waller und so freut es mich umso mehr, dass er einen Waller von 1,88 Meter landen konnte.



Es fielen weitere kleine Waller für Ihn und seinem Freund den Phillip. Auf diesem Wege ein recht Herzliches Dankeschön an Nico, der mir diese schönen Tage an der Havel ermöglicht hat. Ich hoffe wir sehen uns dieses Jahr noch mal im Herbst.




Tight Lines

Rainer







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