Eastside Carp Warriors

Letzte Session 2010

13.10.2010 - 16.10.2010


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Da es mittlerweile Oktober ist und die Kältere Jahreszeit so langsam fortschreitet, entschließen wir uns ein letztes Mal in diesem Jahr auf die Jagd zu gehen. Unsere Frauen hatten sich entschlossen ihren Urlaub in wärmere Gefilde zu verbringen. Sie machten eine Woche Urlaub in Kroatien mit unseren Jungs. Die Entscheidung fällt wieder einmal auf den einen, uns mittlerweile gut bekannten See in der Tschechischen Republik.
Da die von uns favorisierten Stellen besetzt waren mussten wir dieses Mal auf weiter entfernte Swims ausweichen. Das gesamte Tackle wurde mit dem Boot übergesetzt. Heil am anderen Ufer angekommen wurde mit vereinten Kräften das Boot entladen. Wir machten uns ans aufbauen unserer Domes und der Ruten. Da diese Uferseite Neuland für uns war musste natürlich erst einmal gelotet werden. Dies wurde zu meiner Aufgabe. Diese Seite des Ufers viel sehr Steil auf bis zu 10 Metern ab und gute Kanten waren hier auch nicht zu finden. Zur besseren Orientierung setzte ich noch zwei Marker, einen bei 8 Meter und einen etwas tiefer bei ca. 11 Meter. Wir beködern die Ruten und Fahren diese auf verschiedene tiefen. Ich entschließe mich eine meiner drei Ruten nahe am Ufer abzulegen. Die beiden anderen kommen in die tieferen Stellen. Jetzt noch ein paar Kilo Partikel und einige Hände voll Boilies auf die Spots und dann können wir entspannen und ums leibliche wohl kümmern.
Beim Essen wird natürlich schon über die noch nicht einmal gefangen Fische Diskutiert und der Theorie nach fahren wir sicher alle mit nem neuen Personal Best nach Hause. Die Realität hat uns selbstverständlich nach der ersten Nacht eingeholt. Patrick hatte in der ersten Nacht zwei kleine Schuppis (mit klein meine ich auch klein) und Martin und ich durften wie so oft gemütlich durchschlafen.
Macht ja nix, heute wird alles besser! Nach dem Frühstück machte ich mich mit Patrick auf den weg um noch ein paar Getränke zu holen. Noch nicht ganz losgefahren Riskiere ich noch einen Blick in Richtung unseres Swims und was sehen meine Augen, na klar: Martin in vollem Drill an meinen Ruten. Wer kennt das nicht, man geht nur mal „kurz“ in den Busch fürs Geschäft und dann hört man in der Ferne seine Bissanzeiger aufheulen. In so einer Situation sollte man keine Hektik aufkommen lassen, sonst könnte es gut möglich sein, dass man den Lacher auf seiner Seite hat. Mit Komischem Gefühl entschließe ich mich die Fahrt fortzusetzen. Martin hat bestimmt alles im Griff. Wieder zurück am See mache ich, dass ich zu Martin komme. Beim Blick in den Kescher bin ich ein wenig Froh, dass der Fisch nicht unbedingt ein Schwergewicht ist. Wäre ja auch echt dämlich wenn mein Kumpel meinen neuen PB fängt. Schnell sind ein zwei Bilder geschossen und der Fisch darf zurück ins kühle Nass.
Den restlichen Tag über ist ruhe an den Ruten. In der Nacht werden wir lediglich vom Grunzen zweier Wildschweine geweckt. Als dann aber auch noch die Zeltwand anfängt zu wackeln wird es echt ungemütlich. Das Grunzen wird zwar allmählich leiser und verschwindet dann völlig aber an Schlafen ist jetzt erst mal nicht zu denken. Am nächsten Morgen wurde das geschehene der letzten Nacht bei Patrick, der einige Meter weiter nichts von unserem Wildschweinbesuch mitbekam berichtet. Wir hofften andererseits aber das er wenigstens etwas gefangen hatte. Aber auch hier Fehlanzeige. Das Wetter fängt so langsam an richtig ungemütlich zu werden, es ist nasskalt und so verbringen wir die meiste Zeit in den Zelten.
Am Abend gibt es dann endlich noch einen Dauerton aus Patricks Sounderbox. Er gibt Vollgas und nimmt seine Rute auf. Der sitzt. Nach kurzem aber heftigem Drill liegt ein gewaltiger Stör im Kescher. Schon beim Keschern wird klar das dieser Bursche über 30 Pfund auf die Waage bringt und richtig die Waage bleibt bei genau 32 Pfund stehen. Da es schon dunkel ist entschließen wir uns den Fang erst am nächsten Morgen zu Fotografieren.
Die letzte Nacht endet genauso wie die ersten begonnen hatten. Das war wieder einmal ein Beweis dafür, dass man auch an einem so Fischreichen Gewässer die richtigen Stellen befischen muss um an unsere Freunde zu kommen.


Tight Lines

Danny






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