Eastside Carp Warriors

Mit Freunden in Tschechien

13.05.2010 - 16.05.2010


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Seit Wochen haben wir uns auf diese Session vorbereitet. Wir waren aufgeregt wie kleine Kinder. Auf Einladung eines guten Freundes sollte es an einen 11 Hektar großen See in die Tschechische Republik gehen. Heute ist es endlich soweit. Wir machen uns so gegen 8:00 Uhr auf den Weg. Treffpunkt ist bei unserem Freund Patrick (White Shadow). Als wir dort ankommen erwartet uns dann noch ein neues Gesicht, Thomas, ein alter Kumpel von White Shadow. White Shadow hatte natürlich wieder mal etwas vergessen und musste somit noch einmal los um den Grill zu holen. Mit schwer beladenem Wagen ging es dann auf die Autobahn in Richtung Tschechien. Nach dreieinhalb stündiger Autofahrt und kleinen Umwegen standen wir dann endlich gegen Mittag am besagten See.
Der erste Tschechiche Karpfen Nach ewiger Tackle-Schlepperei wurden als erstes die Ruten fertig gemacht. Diese flogen dann im hohen Bogen ins Gewässer, lediglich mit einem Stringer versehen ohne zu loten, auf irgendwelche Stellen. Jetzt konnten wir in aller Ruhe die Nachtlager errichten. Nach getaner Arbeit machten wir es uns gemütlich und es gab erst einmal einen Drink zum Vatertag! Die Gläser waren noch nicht ganz leer da pfiff ohne Ankündigung die rechte Rute von White Shadow ab. Nach einem Spurt von rund 150 Metern kam er an seinem Platz an und gab den Anhieb. Wir sahen schon von weiten das der saß und schüttelten alle samt mit den Köpfen. Das darf doch nicht wahr sein, was für ein Glücksschwein. Nach kurzem Drill lag sein erster Fisch im Kescher, ein schöner Schuppi!
Der erste Tschechiche Karpfen Nun waren alle heiß und es ging ans Loten des Sees, bewaffnet mit Futter und Marker suchten sich alle ihre Spots. Wir fütterten eine Mischung aus Mais, Tigernüssen und Hanf. Zusätzlich wurden noch einige Kilo Boilies versenkt. Martins und meine Ruten wurden mit Boilies der Firma Royal Baits und Tigernüssen versehen. Am Abend wurde gegrillt und Himmelfahrt gefeiert. Es wurde allmählich kälter und so verzogen wir uns gegen 24.00 Uhr in die Zelte! Wir waren guten Mutes. Wir wurden jedoch eines besseren belehrt, als wir am Morgen aufwachten ohne von unseren Bissanzeigern geweckt zu werden. Wir waren gerade am Grübeln was passiert war, da stand Thomas schon am Zelt und fragte ob wir ihm einen Karpfensack leihen würden. Ich fragte ob er keinen eigenen mit hat! “Doch schon“ sagte er, „aber die hatte White Shadow die Nacht schon gefüllt!“ Jetzt waren wir platt! Thomas erzählte, er habe gerade einen schönen Schuppi gefangen.
White Shadow wurde selbstverständlich sofort geweckt, was er natürlich nicht besonders toll fand, schließlich hatte er 6 Fische in der Nacht gedrillt. Es waren 5 Schuppis und 1 Spiegler. Jetzt war Gruppenfototermin.
Nach einem Anruf bei Freunden von Thomas und Patrick, um zu Berichten was gefangen wurde, entschied sich einer der Beiden vorbei zu kommen. Die Beiden saßen an einem See in Brandenburg und konnten die letzten Tage keinen Fisch zum Landgang überreden!
Die Arbeit war getan und so gab’s erst einmal ein ordentliches Frühstück. Danach haben wir wieder Futter auf den Spots versenkt. Jetzt hieß es wieder warten. Seit dem Morgen regnete es ununterbrochen. Der Pavillon musste her! Endlich konnten wir alle im Trockenen sitzen.
Das Wetter und das späte Frühstück gaben uns dann den Rest und wir entschieden uns erst einmal auf die Liegen zu hauen. Es kam was kommen musste, wir waren gerade im Land der Träume, da schrie es aus Martins Funkbox, wir waren sofort wach und Martin rannte direkt und ohne Schuhe auf Socken zu seinen Ruten. Die Rute krumm, Martin mit einem Grinsen im Gesicht am Drillen. Ich noch halb am Pennen, krieche aus dem Zelt um ihn zu Unterstützen. Aber da ist auch schon White Shadow zur Stelle, um Martins Fisch zu Keschern. Also nehme ich mir die Kamera und mache ein paar Bilder. Yes! Fisch im Kescher, alle Gratulieren Martin zum Fisch, auch Matze der genau zur richtigen Zeit ankam!
Wir sind gerade fertig mit den Fotos da geht wieder eine von Patricks Ruten! Wieder nimmt er volle Fahrt auf und spurtet zu seinen Ruten. Auf halber Strecke, war aber jetzt durch das Wetter, eine schöne Schlammstelle entstanden. Hier schlug er beinahe einen Salto, er konnte sich aber gerade noch fangen und kam unversehrt bei seinen Ruten an. Auch dieser Fisch saß und wieder wurde ein schöner Schuppi auf die Matte gelegt.
Es ging jetzt Schlag auf Schlag und so ging um 15:45 Uhr Martins rechte Rute ab. Der gefangene Schuppi fiel auf eine Montage mit Tigernüssen am Running Rig rein.
Als die Aufregung dann so langsam vorbei war, fiel mir auf, dass ich bis jetzt noch gar nix hatte. Meine Laune war dementsprechend mies. White Shadow und ich entschieden noch einmal meine Stelle zu Loten. Wir waren uns einig, dass an meinem Swim keine wirklichen Hot Spots vorhanden waren und so entschieden wir eine tiefe Stelle des Sees zu Füttern! Der neue Spot war nun bei ca. 12 Metern Tiefe und wurde sofort unter Futter gesetzt. Die Rute wurde mit einem 20mm Sinker von Royal Baits und einem kleinen Poppi von Solar beködert. Diesmal wurde die Rute auch sorgfältig rausgefahren und abgelegt! So, denke ich mir, jetzt können die Dicken kommen. Ich hatte diesen Gedanken noch nicht ganz zu Ende gedacht, da sah ich Thomas schon wieder rennen. Wieder einen schönen Schuppi im Kescher! Nicht einmal eine Stunde später kam dann noch ein weiterer dazu. Es war anscheinend Thomas seine Zeit gekommen, so ging nämlich um 20:30 Uhr wieder eine von Thomas seinen Ruten ab. Abgerundet wurde der Abend von einem schönen Zeiler, der wieder auf Thomas seine Montage hereinfiel!
In der kommenden Nacht hatte dann niemand mehr Glück! Thomas verlor noch 4 Fische und White Shadow hatte 2 Bisse verpasst, da die Batterien in seiner Funkbox streikten. Alle anderen Bissanzeiger blieben ruhig! Auch meine!:-( Am dritten Tag war dann wenigstens der Regen vorbei! Wir schliefen alle ziemlich lange und so war es dann auch schon 10.00 Uhr als wir dann ein geiles Frühstück von Martin und Thomas gemacht bekamen. Gut gesättigt quatschten wir in den Tag und so vergingen die Stunden. Nachdem ich noch einmal meine Ruten fertig gemacht hatte und die Spots leicht modifiziert gefüttert wurden, lehnten wir uns wieder zurück. Wie aus dem nichts schrie plötzlich meine Funkbox aus voller Kehle, mit einem Satz sprang ich über den Tisch und rannte zu meinen Ruten. Es war die linke Rute, die auf 12 Meter lag. Der Fisch machte keinen großen Anstalten und so umschloss mein Kescher nach kurzem Drill den Leib eines ordentlichen Schuppis. Endlich mein erster Fisch an diesem See und dann noch ein schöner, nach genauem betrachten sahen wir, dass es ein Two Tone war.
Jetzt hatte ich meine gute Laune wieder und so gab es erst einmal einen kühlen Drink für alle. Eine Stunde später ging dann auch meine rechte Rute, welche mit einer Tigernuss und einem 10er Poppi von Solar versehen war, ab. Dieser Bursche ging dann schon viel besser ab und so dauerte der Drill auch eine ganze Weile, mein Gegenüber ging tief und ließ sich keinen Zentimeter mehr heranpumpen. White Shadow kam mir zur Hilfe und schon saßen wir beide im Boot und der Kampf ging weiter. Ich löste die Bremse und gab dem Fisch einige Meter Schnur, dankend nahm er es an und flüchtete schnell. Jetzt, nachdem ich die Bremse wieder ein wenig straffte, ließ er sich auch langsam an die Wasseroberfläche ziehen! Ich führte den Burschen über den Kescher und Patrick machte diesen zu. Yes! Ein toller Kampf!
Nachdem die Fotos im Kasten waren und der Fisch wieder in sein Element entlassen wurde, konnte ich also auch endlich feiern. Aber einer fehlte noch, Matze der nachgekommen war, hatte ja auch noch keinen. Doch als ob das jemand hörte, ging pünktlich zum Abendessen seine linke Rute ab. Der Weg zu seinen Ruten war übrigens noch länger als der von Patrick. Doch er war rechtzeitig an seinen Ruten und konnte einen tollen Schuppi landen. Bis um 23:00 Uhr konnte Matze noch 4 weitere schöne Fische fangen. Die meisten Fische wurden schon im Wasser abgehakt. Nur dieser eine hier wurde zum Fototermin eingeladen.
In der letzten Nacht konnte Thomas noch 5 gute Karpfen überlisten. Hier noch ein paar von seinen Fischen!
So ging unsere erste Tschechische Session zu Ende. Wir waren alle ziemlich fertig und auch froh wieder nach Hause zu kommen. Wir haben uns vorgenommen, noch einmal hier zu Angeln, da es hier noch weitaus größere Fische geben soll. Der Herbst kann kommen.



Tight Lines

Danny






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