Eastside Carp Warriors

Die Aberechnung mit FZZ


Übersicht


Die ganze Geschichte spielte sich Anfang Oktober letzten Jahres ab. Das Glück spielte mit und so konnte ich mir fünf Tage frei nehmen und beschloss zum FZZ nach Österreich zu fahren. Ich schaute mir vorab den See an und telefonierte noch mit Ben um so viele Informationen wie möglich zu bekommen. Ich war mir sicher bestens vorbereitet zu sein, doch angekommen am See wurde ich eines besseren Belehrt. Zu dieser Zeit war es für Oktober noch ziemlich warm, so dass die Karpfen lieber in der Sonne lagen als zu fressen. Selbst ich konnte zu dieser Jahreszeit noch im See Baden
Östereich Von Sonntag bis Donnerstag bekam ich keinen einzigen Biss. Aber jetzt konnte ich zu meiner Rechten Aktivitäten von Graskarpfen ausmachen. Sofort werden diese angeworfen und schaffe es auch zwei Graskarpfen zu überlisten. Besser einen Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach, denke ich mir.
Östereich

Östereich Wie das Schicksal manchmal so spielt, wir wollen gerade packen da sagt der Wetterfrosch im Radio eine Schlechtwetterfront voraus. So entschlossen Ralph der mitgekommen war und ich noch eine weitere Nacht am Wasser zu verbringen. Und was soll ich sagen es hat sich gelohnt, leider nur für Ralph er konnte einen Karpfen von sage und schreibe 55,6 Pfund zum Landgang überreden. Er fing diesen Fisch mit einem von mir gerollten Boilie und war zu der Zeit Seerekord.
Östereich Auf der Fahrt zurück nach München wurde mir klar, dass ich auf jeden Fall noch einmal an den FZZ zurückkehren musste um mit ihm abzurechnen. Während des Winters machte ich mir Gedanken wie ich vorgehen sollte und so wollte ich direkt im Frühjahr zurück an den FZZ. Der früheste Termin war der 9. Mai, es war dank der Arbeit nicht möglich früher zu fahren. Die Zeit schien jedoch gut zu passen und so erhoffte ich mir die Karpfen noch vor der Laichzeit zu erwischen. Da die Fische zu dieser Zeit gern Boilies naschen entschloss ich Boilies mit hohem Fettgehalt und leicht erhöhtem Proteingehalt. Als ich am See ankomme und meine angebliche „Top Stelle“ begutachte muss ich feststellen das sich die Fische auf einer Stelle aufhalten die wirklich am weitesten von meiner jetzigen Stelle entfernt ist. Dazu kommt noch das hier zurzeit Temperaturen herrschen die denen in Marokko gleichen aber nicht denen von Österreich. Ich war mir sicher, dass mir der See nicht besonders gut gesonnen war, ich muss aber sagen, dass ich hier noch nie ohne Fisch nach Hause gefahren war.
Ben und ich beschlossen eine Montage am gegenüberliegenden Ufer zu platzieren wo sich der Schwarm Karpfen aufhielt, welchen ich zuvor gesehen hatte. Diese Stelle war noch bis zum nächsten Morgen frei und ich hoffte so wenigstens einen Karpfen zu überlisten. Ich bekam die ganze Nacht kein Auge zu da meine Funkbox die ganze Nacht vereinzelte Pieper von sich gab. Leider wurde aus diesen Piepern kein Vollrun. Am nächsten Morgen musste ich dann auch den Spot wieder räumen da jetzt andere Hunter diese Stellen beangelten. Ich machte mich mit Ben auf, um neue Spots zu finden, also loteten Ben und ich Stellen die näher an meinem Swim waren.
Östereich Die neue Stelle die Ben mir empfahl brachte dann auch kurze Zeit später den ersten Fisch.
Östereich

Östereich Dank Ben wurde diese Session zu einem besonderen Erlebnis. Die Zeit mit ihm war wirklich toll. Leider konnten wir nicht länger als 2 Tage zusammen Fischen, da Ben noch eine Session in Slowenien (Bled) geplant hatte.
Östereich Die Hunter, welche an Stelle 1 und 2 saßen fingen Karpfen ohne Ende. Sie mussten einfach nur einen Schwarm anwerfen. Das war nun wirklich kein schöner Anblick für mich, da es bei mir derzeit nicht so gut lief.
Östereich Die Situation wurde mir ein wenig erleichtert, da Dunavac mich besuchte und wir über einige Angeltreffen und Wettangeln sprachen.
Östereich

Östereich Den ersten Fisch konnte Damir (Fischereiaufseher aus der Region München) fangen. Darauf hin wurde erst einmal mit einem Schliwovic, den uns Wolfgang einschenkte, angestoßen. Wolfgang ist der Präsident und erster Vorsitzender des FZZ und Hauptberuflich Polizist. Am nächsten Morgen bekam ich endlich einen Biss doch der Fisch setzte sich sofort im Kraut fest und schlitzte nach ein paar Sekunden aus. Das war besonders Bitter, da man hier nicht sehr viele Bisse bekommt. Das Wetter machte auch keine Anstalten umzuschwenken und die Hoffnung schwand, dass der Schwarm sich verteilen würde. Am dritten Tag aber sah ich einige Blasen am Spot vor meinen Füßen, in voller Eile platzierte ich dort schnell eine Rute und konnte dann auch diesen 35,8 Pfund schweren Karpfen landen.
Östereich Das ließ mich aufatmen. Donnerstagmorgen beschwerte sich Damir, dass es die ganze Nacht nur vereinzelte Pieper gab aber keinen ordentlichen Biss. Ich gab ihm den Rat einen kleineren Haken zu benutzen, zwei Körner Mais und zwei Ausbalancierte Tigers. Das brachte ihm dann auch tatsächlich Fisch, genau wie damals bei mir im Oktober.
Östereich

Östereich Da ich eine von drei Ruten mit einem Birdfood-Boilie fischte, entschloss ich mich an diesem Spot mit viel mehr Partikeln zu Füttern und die Montage neu raus zu bringen. Das Futter kippte ich auf einen Haufen und den Köder mitten drauf. Immerhin sind mir die Amur Karpfen in diesem Gewässer gut gesonnen. Sie hatten mich das letzte mal gerettet und ich konnte auch diesmal wieder schöne Fotos schießen.
Östereich Am Donnerstag in der Früh hatte ich mich entschlossen den Spot, an dem ich mit einem Fischboilie angelte aufzugeben. Ich hatte in den 4 Tagen nicht eine Aktion an der Rute. Ich beließ es bei dem Fischboilie und machte lediglich eine Snowman Montage daraus, diese platzierte ich dann auf einem kleinen Plateau und Fütterte nur mit einigen halbierten Boilies und eine Hand voll ganzer Klicker.
Am Freitagmorgen gegen 3:30 Uhr musste ich mich dann aus meinem Schlafsack quälen da mir sonst die Blase geplatzt wäre. Ich wollte es mir gerade wieder gemütlich machen, da fängt der Bissanzeiger der mittleren Rute an wie wild um sich zu Piepen, die Rute mit dem Fischboilie. Also Ran an die Rute, der Fisch nimmt erbarmungslos Schnur von meiner Rolle. Ich merkte sofort das ich ins Boot musste, Damir kam aus seinem Bivvy um mir zu helfen, und so konnten wir nach 20 Minuten einen Karpfen von 52 Pfund landen.
Östereich Dieses mal habe ich den Kampf gegen den FZZ gewonnen. Es steht jetzt 1:1. Jetzt fällt es mir auch ein wenig einfacher wenn ich nach Hause komme über diese Session zu schreiben.

Zum Schluss noch ein paar Bilder von den Partikeln die ich zu Hause abgekocht hatte.

Tigernüsse
Östereich

Östereich
Weizen
Östereich
Bruchmais
Östereich
Hanf
Östereich
Pellets
Östereich
Boiles von 24mm bis 10mm.
Östereich

Wir überlegten ob wir Samstagabend oder erst Sonntagmorgen packen sollten, wir entschieden uns bis Sonntagmorgen zu bleiben, diese Entscheidung hat uns leider nicht mehr gebracht als einen dicken Stau auf der Autobahn.
Östereich
Hier noch einige Bilder von dem Swim, an dem ich geangelt habe. Ich wünsche allen Tight Lines und Dicke Karpfen.
Östereich

Östereich

Östereich

Östereich

Tight Lines

Rocky







Übersicht
Der gesamte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. © 2010 Danny Klanowski - Eastside-Carp-Warriors.de. Alle Rechte vorbehalten
Impressum | Nutzungsbedingungen